Deutschlandstipendium: Premiere im Harz

In Sachsen-Anhalt gibt es zehn Universitäten und Hochschulen. Eine davon: die Hochschule Harz. 1991 mit gerade mal 77 Erstsemestern gegründet, studieren 20 Jahre später über 3.300 Studenten aus allen Bundesländern und dem Ausland an der Hochschule unweit vom Nationalpark Harz. Für das Deutschlandstipendium hat sie den ersten regionalen Förderer gewonnen: ein mittelständisches Familienunternehmen.

Gelehrt und geforscht wird an der Hochschule Harz in den zwei Kleinstädten Halberstadt und Wernigerode, wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Niedersachsen entfernt. Die Region, 75 Kilometer südwestlich von der Landeshauptstadt Magdeburg, gilt traditionell als Freizeit- und Urlaubsrevier. Hier reist normalerweise an, wer Mountainbike fahren, wandern oder im Winter Skilaufen will. Der gute Ruf der Hochschule und die glänzenden Perspektiven für Absolventen in zukunftsweisenden Studiengängen wie Medieninformatik, Europäisches Verwaltungsmanagement oder Tourismuswissenschaften sind dabei nicht nur für naturverbundene Studenten attraktiv.

Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule HarzProf. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz"Das Deutschlandstipendium ist für unsere Hochschule eine willkommene Gelegenheit, die guten Kontakte zu Wirtschaft, Stiftungen und Mäzenen in der Region weiter auszubauen", sagt Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz. Schon heute ist die Hochschule auf Drittmittel von Unternehmen stark angewiesen. Im Gegenzug unterstützt sie deren Forschung und Entwicklung, etwa für neue Produkte. Die Bandbreite reicht von der Tourismusforschung über Beleuchtungssysteme bis zu Verfahren bei der Abwasserklärung. Neben dem Fremdenverkehrswesen bilden vor allem klein- und mittelständische Betriebe das wirtschaftliche Rückgrat der Region. "Dass sich Unternehmer aus der Region nun in erster Stunde erklärt haben, das Deutschlandstipendium und damit unsere Studierenden direkt zu unterstützen, ist einmal mehr Zeichen des Vertrauens in unser klares Lehr- und Forschungsprofil", so Willingmann.

Vorreiter Harzer Mittelstand

Der erste private Förderer des Deutschlandstipendiums in Sachsen-Anhalt ist im Örtchen Rieder mit seinen rund 2.000 Einwohnern anzutreffen. Dort hat das mittelständische Familienunternehmen Fliesen-Schreiber GmbH mit 16 Mitarbeitern seinen Sitz. Ab dem kommenden Sommersemester unterstützt der Betrieb über das Deutschlandstipendium einen Studierenden der Hochschule Harz – unabhängig von Fachrichtung und Studienzeit. Ein Medienbeitrag im vergangenen Oktober machte Unternehmensgründer Eberhard Schreiber auf das neue Stipendienprogramm aufmerksam. Der 62-Jährige fragte sich damals: "Warum sollten nicht auch kleine und mittelständische Unternehmen etwas zur Nachwuchsförderung beitragen können?"

Auch Geschäftsführer Peter Nitschke sieht hier eine große Chance: "Die Hochschule Harz bildet junge Spitzenkräfte aus, die wir mit diesem Programm in der Region halten möchten. Langfristig könnte sich daraus ein Netzwerk etablieren, das unseren Wirtschaftsraum interessanter macht." Mit seinem Engagement will der Betrieb Vorbild für regionale Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen sein. Davon, dass sich das Deutschlandstipendium für alle Beteiligten auszahlt, ist Eberhard Schreiber überzeugt: "Wer als Unternehmer keine 150 Euro im Monat übrig hat, sollte wirklich seine Betriebkosten überprüfen", fügt er augenzwinkernd hinzu.

Die Hochschule Harz bietet das Deutschlandstipendium an. Mehr über die Hochschule erfahren Sie unter http://www.hs-harz.de.

Interessierte, die das Deutschlandstipendium an der Hochschule Harz fördern möchten, wenden sich bitte an:

Frau Diana Kränzel M.A.
Telefon: 03943 659-193
E-Mail: dkraenzel@hs-harz.de